Wenn nicht alles nach Plan fliegt #leben

…als der Flieger gerade aufsetzen sollte, um uns wieder auf der Insel abzusetzen, gab der Pilot plötzlich Vollgas und startete erneut durch. Das Flugzeug wackelte, die Passagiere wurden nervös und immer lauter. Wir warteten auf die Ansage des Piloten, dass alles ok sei.
Aber geschlagene 10 Minuten sagte uns niemand, was los ist und warum wir die Insel mit so einer hohen Geschwindigkeit wieder verlassen.
Welche Gedanken einem da durch den Kopf schießen… Haben wir überhaupt genug Benzin, um nochmal eine Landung anzupeilen? Kann die Maschine genug Gas geben, um noch einmal an Höhe zu gewinnen? Hört es irgendwann wieder auf zu wackeln?

Wie geht man damit um, wenn die Umstände sich plötzlich gegen den selbst gemachten Plan stellen und alle Vorbereitungen über den Haufen werfen? Ähnliches haben wir auch in unserer Zeit in Deutschland erlebt.
Mit den besten Erwartungen, an eine intensive Zeit sind wir im Februar nach Deutschland geflogen. Wir hatten einen vollen Terminplan, der sämtliche Meetings und Treffen, Vorträge über das Projekt und die Fortschritte sowie ein Seminar beinhaltete.
Noch vor Abflug haben wir den Vorvertrag für das Haus unterschrieben und waren guter Dinge; jetzt noch eben nach Deutschland fliegen, den eigenen Trägerkreis ausbauen, den Hauskauf konkret mit der Allianz Mission abstimmen und dann schnell wieder zurück auf die Insel und alles für den Umzug ins Haus vorbereiten.
Aber wie bei der Landung des Flugzeugs wurde uns ein Strich durch die Rechnung gemacht.
Einige Tage nach unserer Ankunft in Deutschland erreichte uns die Nachricht, dass die Verkäuferin den Vertrag ihrerseits noch nicht unterschrieben hat und es sich eventuell nochmal anders überlegt. Was genau ihre Gründe waren, konnten wir von Deutschland aus nicht in Erfahrung bringen und so hieß es lediglich hoffen und beten, dass sich das alles noch klärt.
Auch mit den eigenen Finanzen sah es plötzlich gar nicht mehr so gut aus. Trotz unserer Anstrengungen ist der Aufbau des Trägerkreises mühsam und wächst nur sehr langsam.
Zweifel und Gedanken, wie bspw.: „Ist es die Mühe überhaupt wert?“ schleichen sich so schnell ein. Aber zu glauben, dass Gott uns weiterhin versorgt, sowohl in Bezug auf unsere persönlichen Finanzen als auch auf das Haus, ist eine Entscheidung, an der wir festhalten wollen, auch wenn nicht alles nach Plan und Zeitplan läuft. Unser Trost ist, dass Gott nicht an unsere Zeitpläne gebunden ist und nie zu spät eingreift.
Auch im Flugzeug war es nicht zu spät. Nach 10 Minuten teilte uns der Pilot mit, dass es durch den seitlich-hinteren Wind zu schwer war von dieser Richtung, aus der wir kamen, zu landen und bat den Tower lediglich darum, von der anderen Seite anfliegen zu dürfen. So landeten wir sicher, fast noch im Zeitplan auf der Insel, unserem neuen Zuhause.

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